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Für diese Reise suchte ich unmittelbar nach Ankunft in Hong Kong das Consular Department Office (26 Harbour Road, Wanchai) welches das notwendige Visa zur Einreise nach China ausstellen darf. In Deutschland muss dieses 3 bis 4 Wochen vorher unter persönlichem erscheinen auf der chinesischen Botschaft beantragt werden. Alternativ bieten viele Reiseagenturen in Hong Kong gegen eine Gebühr von ungefähr HKD 100 einen Visa Service an. Die Kosten bei einmaliger Einreise belaufen sich auf ungefähr HKD 180 (Mai 2007). Jede weitere erfordert die Zahlung von HKD 40. Jetzt heist es, dass passende Reisepaket zu finden, wobei die Hauptschwierigkeit im Finden des geeigneten Zeitraumes liegt. Weiterhin sollte man sich unbedingt nach der Buchungslage erkundigen, da bei zu geringer Nachfrage der Reiseveranstalter abspringen und die eigenen Urlaubsträume somit platzen können. Die Reise nach Peking und seinem Umland mit einem Ausflug zur Chinesischen Mauer kostete HKD 2340. Hierin sind bereits Flug, Unterkunft im Hotel mit Frühstücksbuffet, Mittagessen und Abendbrot ausserhalb, Reisebegleitung, Bus, Eintrittsgelder etc. selbstverständlich enthalten. Kleiner Wermutstropfen bei diesem günstigen Preis: man spricht nur kantonesisch. Wer eine englischsprachige Tour erleben möchte, muß hierfür deutlich tiefer in die Tasche greifen. Der Hong Kong Dollar (HKD) ist im Übrigen fest an den US Dollar (USD) gebunden. Für 1 USD erhält man im Gegenzug 7,8 HKD.
Nach Ankunft am Peking International Airport ging die Weiterreise zunächst auf's Land. Hier gab es neben den Vorführungen der Schausteller auch allerhand Unechtes und Kitschiges in den angeschlossenen Shops zu erwerben. Der abendliche Besuch einer der zahlreichen Tempelanlagen in China beendete schliesslich den ersten Tag.
Der nächste Tag war wieder einer von jenen, welche heiss und trocken werden sollten. Was bietet sich hierfür nichts Besseres an, als die klimatischen Besonderheiten der Seen zu geniessen. Der alte Mann im ersten Bild zeichnete mit einer Art Pinsel Schriftzeichen auf die Steine, welche bei diesen Temperaturen bereits nach wenigen Minuten wieder verdunsteten. Die Fahrt auf einer der zahlreichen traditionellen Schiffe bot nicht nur eine leichte Abkühlung sondern auch die Sicht auf sonst für den gemeinen Besucher nur schwer zugängliche Bauwerke in dicht bewachsenen Waldgebieten.
Während des Besuches einer Seidenmanufaktur konnte man nicht nur das Rohmaterial genauestens bewundern sondern auch erfahren, wessen berühmte Haut bereits von diesem feinen Material bedeckt wird. Der integrierte Shop mit ausführlicher, engagierter Beratung und ungemein freundlichem Verkaufspersonal darf schließlich ebenso nicht fehlen.


Ein Spaziergang über den "Platz des himmlischen Friedens" wird dem ein oder anderen ein möglicherweise seltsames Gefuehl beschehren. Schliesslich wurde an genau dieser Stelle im Herbst 1989 die zunächst friedlich verlaufende Demonstration hunderter Studenten durch das Militär blutig niedergeschlagen. Am nördlichen Ende gelegen befindet sich die "Verbotene Stadt". Bis zur Revolution Anfang des 20. Jahrhunderts residierten in den prachtvollen Palästen und Pavillons der Kaiser und sein Gefolge. In ausgewiesenen Gebäuden kann - klimatisiert - die Kunst vergangenener Dynastien bewundert werden. Zum Teil in einem exzellenten Zustand zeigt sich eine Formen- und Farbenpracht, die nicht nur mich erstaunte. Aufgrund des schummrigen Lichts und der Verglasungen ist das Fotografieren nur sehr eingeschränkt möglich. Zudem setzten die allzeit hohen Temperaturen der Kamera zu, sodass deren Sensor bereits ab ISO400 vermehrt Bildrauschen aufzeigte, wie es bisher nur während eines zweitägigen Aufenthalts in Death Valley zu beobachtet werden konnte.
Die letzten fünf Bilder zeigen die Chinesische Mauer, welche unter eher suboptimalen Wetterbedingungen entstanden. Selbiges wechselte innerhalb weniger Minuten, was die unterschiedlichen Belichtungen erklärt. Zumindest dieser Teil der Mauer war reich an Stufen und der ein oder andere war sicher froh, wenn er den Aufstieg bis zum zweiten Turm schaffte. Dieser ist sehr steil und im Kopf kommt immer wieder der Gedanke auf, wie Arbeiter dieses Mauerwerk überhaupt fertigstellen konnten. Am Ende steht schließlich noch der Abstieg...
Die aneinander gereihten Schlösser sollen im übrigen die Liebe und ewige Verbundenheit zweier Menschen zueinander symbolisieren. Das Paar befestigt ein Schloss an der Kette und wirft den Schlüssel weg, auf dass dieser Bund ewig halte.*
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| © 2005-2008 Torsten Mann, Pfingstbrunnenstr. 10, 65760 Eschborn. | Letzte Aktualisierung: 2. Januar, 2008 |