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Nach dem Auszugs meiner Mitbewohnerin Aerin, brauchte ein neuer Mitbewohner nicht
lange auf sich warten: William. Ursprünglich aus Kansas hat es ihn nun nach SanFran
verschlagen. Es gibt Zeiten, da bemerkt man ihn kaum. Dann ist er wieder wie aufgedreht. "I'm an Artist",
wie er manchmal über sich erzählt und es kommt einem tatsächlich so vor, als stände man auf einer Bühne
oder ist in einer Fernsehshow - alles in allem aber sehr lustig. Es ist wohl aber die amerikanisch-kalifornische Leichtigkeit, die diese Leute
charakterisiert: "laid-back, down to earth and drama-free". Für deutsche Verhältnisse
vielleicht ein bisschen schräg oder auch verrückt, aber für San Francisco ein Beispiel
der unterschiedlichen Gesichter und der Offenheit dieser Stadt.
Aus L.A. ereilte mich noch ein überraschender Besuch. 4 Kolleginnen/Kollegen (ebenfalls Praktikanten)
verschlug es "hinauf" in die Stadt, in welcher wohl 80% aller Amerikaner gern leben möchten.
Während dieses leider sehr kurzen Tagesaufenthalts trafen wir uns abends am Union Square und
probierten zum Dinner die örtliche indische Küche aus. Anschließend ging es zum
Tagesausklang noch in eine der vielen kleineren aber oft sehr stilvoll eingerichteten Bars.
Ungefähr 12 Meilen (~22 km) südlich vom Stadtzentrum befindet sich der auf der Halbinsel gelegene Internationale Flughafen von San Francisco, kurz SFO genannt. Mit ca. 30 Mio Pax / Jahr zählt er zu den fünftgrößten Flughäfen der Vereinigten Staaten und ist gleichzeitig Mittelpunkt für nationale Flüge in Nordkalifornien als auch internationale Flüge. An- und Abflugbereich sind getrennt und befinden sich auf unterschiedlichen Ebenen. Vom Flughafen aus gibt es verschiedene Möglichkeiten, die Stadt zu erreichen. Neben Taxis und (Shuttle-)Bussen besteht auch die Möglichkeit, mit der BART (Bay Area Rapid Transit) in ca 20 Minuten im Stadtzentrum von San Francisco zu sein. Der Preis beträgt ca. $5.00. Auf dem Flughafengelände selbst erreich man die 5 kreisförmig angeordneten Terminals entweder über Walkways per Fuß oder man nutzt den "Airtrain" - ein voll-automatischer People-Mover der zusätzlich auch eine Verbindung zu den Rental Car Centers (Sitz vieler Autovermiet-Firmen) herstellt. Während die "Airtrain Red Line" permanent in einer Schleife die einzelnen Terminals (Int'l Terminal A und G, Term.1-3) sowie die Parkhäuser (Garage G + A) bedient, steuert die "Blue Line" zusätzlich das eher am Rand des Flughafengeländes befindliche Rental Car Center an. Hier sind alle größeren Autovermietungen (Alamos, Hertz, Dollar, Budget, ... ) präsent. Über zusätzliche Shuttelbusse können kleinere Mietwagenfirmen (welche sich trotz genügend freier Fläche im Center außerhalb dessen niedergelassen haben) sowie der Langzeitparkplatz (Long Term Parking) erreicht werden.


Die Orientierung, sowohl außerhalb als auch innerhalb des Flughafens, ist durch die
gute Beschilderung als gut bis sehr gut zu bezeichnen. Einzig in den Tiefgaragen, welche oftmals als
Verbindungsweg zw. Terminal und "Airtrain" genutzt werden müssen, gibt es manchmal
Hinweis-Defizite und man kommt sich als Passagier etwas hilflos vor.
In jedem Terminal (außer dem in Renovierung befindlichen Terminal 2) stehen an mehreren
Info-Countern kompetentes und vor allem sehr nettes Personal dem Besucher bei Fragen
und Problemen sehr gern zur Verfügung. Weiterhin liegen hier (meist) auch kostenlose
Stadtpläne für den Citybereich aus.
Hat man sich als Transportmittel für die BART (Metro) entschieden, kann man nach
dem Lösen der Tickets an den mehrfach aber zur Rushhour nicht immer ausreichend
vorhandenen "Automativ Vendor Machines" und dem Passieren der "Faregates" sehr
schnell, bequem und relativ günstig den Weg zur City antreten. Hat man eines der
Hotels rund um den Union Square gebucht, fährt man am besten bis "Powel Street".
Mit vollem Magen vereist es sich nicht gut. Daher gibt es hier in jedem Terminal die sog.
Food Courts,
welche Restaurants mit den unterschiedlichsten Angeboten haben: von mexikanisch
über chinesisch, thai bis hin zu italienisch. Natürlich sind auch größere Ketten wie
"Burger King", "Subway" (Sandwiches, beides in Terminal 3) oder "Burger Joint"
(Int'l Terminal A) vorhanden.
Finanziell kann man sich an den ATMs (Geldautomaten) von beispielsweise "Bank of America"
bedienen. EC-Karten funktionieren ebenso problemlos wie Kreditkarten mit PIN.
Allerdings gibt es widersinnigerweise unterschiedliche Gebühren. Mal bezahlt man bei
Bank of Amerika $2.00 an Gebühr, an einem anderen Automaten wiederum nur $1.50.
Wie auch vielerorts San Francisco selbst ist der gesamte Airport behindertengerecht
ausgebaut. Alle Bereiche sind mittels Aufzügen ("Escalators") zu erreichen.
Sowohl der Airtrain als auch die BART-Züge besitzen breite Türen mit niveaufreiem Zugang
und extra reservierten Sitzen und Stellplätzen für Rollstuhlfahrer.
| © 2005, 2006 Torsten Mann, Pfingstbrunnenstr. 10, 65760 Eschborn. | Letzte Aktualisierung: 09. Juli 2006 |