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Minolta AF 50/1.7

Einführung

MINOLTA AF 50/1.7 (old version). Klicken Sie auf das Bild für eine größere Darstellung...
Minolta AF 50/1.7 (old version).

Bei analogen Spiegelreflexkameras oder digitalen Vollformat-SLRs ist es die Brennweite, dessen Blickwinkel dem natürlichen Sehfeld des menschlichen Auges sehr ähnelt. Das es eigentlich 42mm (KB) sind, soll daher nicht weiter stören. An der Dynax 7D wird jedoch aus dem 50mm Normalobjektiv ein gemäßigtes Teleobjektiv (KB-75mm), welches sich dank dieser Brennweite und seines guten Bokehs sehr gut für Portraitaufnahmen verwenden läßt. Die Verzeichnung ist sehr gering, sodaß es für Architekturaufnahmen oder für Repros Verwendung finden kann, sollte man kein Makroobjektiv zu Hand haben. Bei genauerer Betrachtung ist ein minimaler Randschärfeabfall zu beobachten, welcher sich aber nur auf dem Testchart und in den äußersten Ecken bemerkbar macht. In der Praxis ist dies nicht weiter relevant.
Das AF 50/1.7 Objektiv ist, neben den bereits erwähnten hervorragenden Abbildungsleistungen, auch aufgrund seines sehr günstigen Preises (Neu: ~120.00 EUR oder Gebraucht: ~50 EUR, Stand: Frühjahr 2006) ein "must have" in der Tasche des Fotografen. Es existiert noch eine lichtstärkere Variante (AF 1.4/50mm), welche jedoch um ein Vielfaches teuer ist und dessen Blendenvorteil sowie Abbildungsleistung den Mehrpreis in meinen Augen kaum rechtfertigt.
Auch sollte man nicht vergessen, daß bei solch großen Blendenöffnungen der Bereich der Schärfentiefenebene sehr gering ist. Eine gut kontrollierte und optimale Ausrichtung zum Motiv ist daher von größter Wichtigkeit und Bedeutung. Denn schon das leichte Vor- und Zurückbewegen des Körpers hat einen signifikanten Einfluß auf den Fokuspunkt und kann zu nicht gewollten Unschärfen des (Haupt-)motivs führen.
Dennoch ist diese Festbrennweite gerade für AL ("Available Light")-Fotografie, also Aufnahmen bei sehr geringem Licht, nahezu unersetzbar, da mit ihr Belichtungszeiten möglich sind, welche zum einen noch kein Stativ erfordern und zum anderen die Unschärfen durch Bewegungen des Motives selbst deutlich minimieren können. Ein möglichst niedriger ISO-Bereich für rauscharme Bilder kann somit beibehalten werden.

Einzeltests

Die nachfolgenden Bilder wurden nicht nachgeschärft. Falls als Quelle eine JPEG-Aufnahme angegeben wird, so entstand dieses Bild mit der kameraseitigen Schärfeeinstellung "0".

Bewertung/Fazit:

Der Schärfevergleich bei unterschiedlichen Blendenwerten macht deutlich, daß man bereits einmal abgeblendet eine ordentliche Grundschärfe erhält. Ab Blende 2.8 wird eine Bildschärfe mit Unterscheidung feinster Details erreicht, welche aber durch weiteres Abblenden kaum noch gesteigert werden kann und selbst bei F22 erstaunlich gute Ergebnisse liefert. Bei Offenblende wirkt das Bild, gerade bei feinen Strukturen, etwas unscharf. Vignettierungen sind ab F2.4 kein Thema. Auch im Fokustest konnten keine Probleme festgestellt werden. Aufgrund der weichen Zeichnung bei F1.7 wurde hierfür auf F2.0 abgeblendet. Die Außenaufnahme zeigt deutlich, das das Objektiv durch den Crop-Faktor der Dynax 7D sich u.a. für den unteren Telebereich und Portraitaufnahmen eignet. Daher enthält das Fell zwar eine detailreiche Zeichnung, jedoch nicht so differenziert, wie man es von Makroobjektiven her kennt. Bei Personen ist dies jedoch von Vorteil, da somit Hautunreinheiten nicht zu sehr betont werden und das Gesicht "softer" wirkt.
Das Minolta AF 50/1.7 bietet ein hervorragendes Preis-/Leistungsverhältnis. Die optischen Eigenschaften sind gut bis sehr gut und es sollte daher in keinem Objektivpark fehlen.

© 2005 Torsten Mann, Pfingstbrunnenstr. 10, 65760 Eschborn. Letzte Aktualisierung15.01.2009